Achtsam durch den Dezember

Im Dezember kreieren wir uns neben dem hyggelichen Ambiente auch viel zu viel Stress. Die Mental Load-Liste steigt in den Familien zur Weihnachtszeit noch einmal enorm an. Natürlich wollen wir alle eine zauberhafte Adventszeit, Weihnachtsfeiertage und den Einstieg in das neue Jahr.  Allerdings liegt dem zugrunde die Illusion von Perfektionismus. 

Wenn Du Dir einen achtsamen Dezember mit einer entspannten Adventszeit sowie auch Weihnachtsfeiertage wünscht, habe ich dir ein paar Tipps zusammen gestellt, die dir erlauben diese Zeit entspannt zu planen und diese zu genießen.

Los geht’s!

Welche Werte, Traditionen und Aktionen sind euch wichtig? Zeit für eine Familienkonferenz

Wird ein Paar zu Eltern, entsteht eine neue Kernfamilie. Hierbei bringt jedes Elternteil seine eignen Familientraditionen, Werte und auch Erfahrungen aus der jeweiligen Ursprungsfamilie mit. Das einmal zu akzeptieren entkräftet Meinungsverschiedenheiten ungemein. Um gute Absprachen zu treffen, finde ich das System der Familienkonferenz sehr schön. Hierbei ladet ihr eure Mitglieder aus der Kernfamilie (da gehören die Kinder selbstverständlich dazu) sowie auch gern Oma, Opa, Tanten, Onkel etc., etc., etc. –  eben alle die in dieser Zeit ein Teil der Gemeinschaft sind ein. Während  dieser Konferenz ermittelt ihr aus der Summe aller eurer Werte, Traditionen Aktionen, Wünsche etc. den wichtigsten Kern. 

Diese könnt ihr auf Notizzettel schreiben und in deinem Glas sammeln oder auf einem Flipchart via Mindmap darstellen. Schaut mal, wie ihr das kreativ visuell umsetzen könnt. Ist etwas von den aufgeschriebenen Dingen für jemanden nicht verhandelbar, bekommt automatisch der „Urheber“ die Aufgabe dies auf seine Bucket List für die Weihnachtszeit zu schreiben. Die Zusammenkunft in der Familienkonferenz dient dazu, die Wünsche der einzelnen Teilnehmer wahrzunehmen und jeden aktiv mit einzubeziehen. So entsteht eine wunderbare Kommunikation. 

Minimiere Mental Load - Gib' Aufaben ab!

Sind wir mal ehrlich, um die Weihnachtszeit halsen wir uns besonders viel auf. Wir haben als Vorbild viele „Insta-Moms“ die 1 Mio Plätzchen in verschiedenen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen zubereiten. Die abgefahrenste Weihnachtsdekoration zu installieren und den Wohnraum auf Hochglanz polieren. Nutze Inspirationen so lange sie dir dienen. Was sie nicht auslösen sollten, ist Stress und das Gefühl ungenügend zu sein. Auf das Wesentliche herunter gebrochen wollen wir doch alle das gleiche –  eine wunderbare entspannte und besinnliche Weihnachtszeit. 

An dieser Stelle lade ich dich dazu ein, dir eure „Tadaas“  (finde ich schöner als das Wort „to do“ ) sichtbar zu machen und Aufgaben auch abzugeben. Vielleicht ist die Projekt-App Trello auch für dich das Richtige. Hierauf können die Aufgaben auf dem Board „Weihnachten“ aufgeschrieben werden und durch das hinzufügren von Teilnehmern zugeordnet werden. Vielleicht ist diese Lösung für dich auch im allgemein Alltag eine wunderbare Lösung. 

Natürlich eignen sich auch Terminkalender, wie die Kalender-App auf deinem Smartphone. Beispiele hierfür sind der Google-Kalender oder auch der von TimeTree. Um Einkaufslisten für Besorgungen zu teilen kann ich dir die Apps Listonic oder auch die von Bring empfehlen. Diese können ebenfalls mit Partnern geteilt werden. So kann deine mentale Last reduziert und entsprechend geteilt werden. 

Stellt die Bedürfnisse eures Kindes in den Fokus

Oftmals erwischen wir uns dabei, dass wir schon bei kleinen Kindern versuchen an die Vernunft zu appellieren. Was viele jedoch nicht wissen, dieser Teil des Gehirnes, bildet sich erst ab dem Schulalter aus und kann in seiner Entwicklung bis zum 25. Lebensjahr gehen ;). Aus diesem Grund, lade ich dich dazu ein, starre Traditionen, Abläufe usw. aus dem Blickfeld und der Entwicklungsstufe deines Kindes zu überdenken. Ist es wirklich notwendig, die Bescherung erst nach dem Abendessen und vielleicht dem anschließenden „Abwasch“ durchzuführen? Kann auch das Kind in Etappen schon im Vorfeld Geschenke bekommen? Braucht es einen Weihnachtsmann, wenn das Kind augenscheinlich sich vor ihm fürchtet? Für kleine Kinder und vor allem temperamentvolle Kinder kann dieser Spannungsaufbau zu Überreizung und zu großen Gefühlsausbrüchen führen. Bitte habe im Blick, dass Dein Kind sich bis ins Schulalter auch nicht selbst regulieren kann. Es benötigt also Hilfe von einer konstanten Bindungsperson, welche auch sich gut halten kann. Gibt es eine andere Geschichte, welche ihr um die Bescherung bauen könnt?

Supergau! - Streit während der gesamten Besinnlichkeit

Oh ich weiß! Super ärgerlich, wenn dann rund um diese wundervolle besinnliche Zeit auch noch Streit ausbricht. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber früher habe ich mit vereinten Kräften versucht diese Situationen im Vorfeld schon immer zu verhindern oder ich habe als absoluter „People Pleaser“ alles versucht, dass alle immer ein gute Gefühl bei mir haben. Was aber die Schattenseite dessen ist, ich habe alle meinen Bedürfnisse und Gefühle unterdrückt. Vielleicht kann ich dir ein Mantra mit auf den Weg geben: „Jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich.“ Du kannst per se niemanden ein schlechtes Gefühl in den Körper hinein geben. Geht nicht. Jeder kann selbst entscheiden wir er situativ reagieren möchte. Den einzigen Menschen, welchen du durch sein Gefühlschaos begleiten darfst, ist dein Kind. Alle anderen haben die Selbstermächtigung. Eventuell können Absprachen im Vorfeld, wie im Rahmen der Familienkonferenz dafür sorgen, dass Konflikte und Unklarheiten nicht entstehen und alles klar ist.

Gewaltfreie Kommunikation kann helfen hitzige Situationen zu besänftigen

Worte sind mächtige Instrumente, welche unüberlegt sehr schnell verletzend wirken können. Generell möchte ich dich dazu einladen auf deine Gedanken und Worte zu achten, denn diese kreieren und lenken dein Leben. Bitte nimm‘ hier mal deine Macht wahr. Sind Gesprächspartner unterschiedlicher Meinung kann es zu Konflikten kommen. Hier kann die Gesprächsführung der Gewaltfreien Kommunikation, auch kurz GFK genannt, helfen. Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation wurde ca. in den 60er Jahren durch Marshall B. Rosenberg begründet. Das Ziel der Gewaltfreien Kommunikation soll sein menschliche Beziehungen dahingehend zu entwickeln, dass beide Gesprächspartner zum gegenseitigen Wohlergehen innerhalb der Kommunikation beitragen. Hier wird voraus gesetzt, dass beide Partner die Verantwortung für ihre Worte und Gefühle übernehmen. Hierbei solltest du deine Sprache und Gefühle bewusst beobachten. 
In Form der GFK formulierst du keine Anschuldigungen und gibst so deine Macht ab, sondern du formulierst alles aus der Ich-Botschaft heraus. 
Das bedeutet wie folgt:
1.) Du beschreibst neutral deine Beobachtung
2.) Du bringst deine Gefühle mithilfe von Worten zum Ausdruck. 
3.) Du formulierst dein Bedürfnis
4.) Du richtest deine Bitte wohlwollend an deinen Gegenüber. 

Bei einer Entkräftigung des des Streites geht es nicht darum, dass nur einer die  100%ige Kompromissbereitschaft übernimmt. Dieser Gesprächsverlauf kann dazu beitragen dass sich beide Gesprächspartner gesehen fühlen und es dadurch zu einer wohlwollenden Einigung kommt. 
Probiere es vielleicht einfach mal aus. 

Quick-Selfcare Ideen für Dich

Fühlst du dich zwischenzeitlich ausgelaugt und überfordert? Dann kann dies auf mangelhafter „Erdung“ zurück zu führen sein. Hier ein paar kleine Ideen, welche dich schnell aus dem Stress-Strudel heraus holen können: 
1.) Trinke genügend Wasser und sorge auch in Form der Nahrungsaufnahme gut für dich. Wir vergessen häufig auch diese essentiellen Handlungen in den Focus zu rücken
2.) Komm weg von diesem „schnell noch dies, schnell noch das“ Sei dir so viel Wert alle Aufgaben mit Hingabe und Ruhe durchzuführen. Was kannst du für dich tun um eine eher unliebsame Aufgabe in etwas schönes zu verwandeln? Gute Musik? Ein Hörbuch? Einen leckeres Heißgetränk? Deine Aufgabe – Deine Regeln. 😉 ( Wichtig an der Stelle. Gib Aufgaben ab, die du nicht schaffst!)
3.) Verbinde dich über den Atem mit dir. Durch bewusstes Atmen sind wir direkt mit unserer hauseigenen Apotheke connectet. Beim tiefen Atmen (beim einatmen hebt sich der Brustkorb, hebt sich der Bauch – beim ausatmen senkt sich der Bauch und senkt sich der Brustkorb) wird dein Parasympathikus aktiv der dafür sofort,  dass sich dein Nervensystem aus dem Stress wieder regenerieren kann. Einfach, schnell und genial. 
4.) Setze liebevoll Grenzen. Gibt es etwas was du nicht so gut kannst oder was dir keinen Spaß macht? Lass sie weg oder gib sie ab. So wirkst du auf deine Familie authentisch und sie können dich besser wahrnehmen. Trau Dich! Du bist wundervoll!

***Dieser Blogartikel enthält Links zum Amazonpartnerprogramm, dadurch dass ich dir diese Links zu Amazon zeige, erhalte ich von Amazon lediglich eine kleine Provison. 
Danke, an Dich dass du diese Links verwendet, so unterstützt Du mich und meinen Blog. 
Die Vorstellung der Apps sind reine Herzensempfehlungen. Hier liegt keine Kooperation zu grunde. Das Video ist von mir selbst erstellt. ***

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